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Fiona Tan

Museum Ludwig

Die in Amsterdam lebende Künstlerin Fiona Tan (*1966) beschäftigt sich in ihrem Werk mit der Darstellung von Erinnerung, Zeit und Geschichte, der Konstruktion von Fremden und Vertrautem. Sie wird sich mit einem bislang unbearbeiteten Fotoarchiv im Museum Ludwig befassen.

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    © A van Leeuwarden

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    © Fiona Tan, “Inventory”, 2012, HD und Video-Installation, Dauer: 16 Min. 30 Sek., Installationsansicht “Fiona Tan: Inventory”, Frith Street Gallery, London, 2015, Courtesy die Künstlerin und Frith Street Gallery, London, Foto: Frith Street Gallery, London

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    © Fiona Tan, “Vox Populi Tokyo”, 2007, 305 gerahmte Farbfotografien je 13 x 18 cm, Gesamtmaß: 8,5 x 2,3 m, Detailansicht , Courtesy die Künstlerin und Frith Street Gallery, London, Foto: 21st Century Museum for Contemorary Art, Kanazawa

Die Künstlerin

 
Fiona Tan (* 1966 in Pekanbaru, Indonesien), in Australien aufgewachsen, lebt und arbeitet heute in Amsterdam. Sie studierte an der Gerrit Rietveld Academie und an der Rijksakademie van Beeldende Kunsten in Amsterdam. In ihren Fotografien und Filmen beschäftigt sich die Künstlerin mit den Fragen nach der Rolle und Bedeutung von Bildern als Repräsentation von Erinnerung, Zeit und Geschichte. Ihre Videoprojektionen, sowie Audio- und skulpturalen Arbeiten reflektieren Fragen zur Identität des Menschen und dessen individuellem und kollektivem Gedächtnis.

Die Grenzen zwischen autobiografischer und fiktiver Erzählung verschwimmen, wenn sich in Tans Bildern und filmischen Installationen persönliche Identität und kultureller Prägung zu einer Einheit verbinden. Für ihre künstlerischen Strategien der Recherche und Klassifikation spielt das Archiv als Zeitkapsel dabei eine zentrale Rolle.

Was ist ein Archiv?
Möglicherweise eine Quelle der Inspiration und ein Ort der Entdeckung.
Wahrscheinlich Anlass für so manche Verwirrung.
Hoffentlich ein Grund für das Empfinden und Bekunden von Erstaunen und Verwunderung. - Fiona Tan

Mehr über die Künstlerin: www.fionatan.nl

Die Sammlung

 

Das Museum Ludwig verwahrt eine hochkarätige Sammlung an Fotografien, Alben, Mappen und Archivalien von den Anfängen der Fotogeschichte im 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Sie umfasst insgesamt etwa 70.000 Werke. Nur ein Jahr nach Gründung des Museum Ludwig 1976 konnte mit dem Ankauf von Fotografien der Sammlung L. Fritz und Renate Gruber ein Grundstein der heutigen Sammlung gelegt werden. In der Folge kamen als größere Konvolute hinzu: die Sammlungen Agfa, Robert Lebeck sowie die Sammlung von Daniela Mrazkova, außerdem folgten russische Fotografien der 1920er und 1930er Jahre als Leihgabe der Peter und Irene Ludwig Stiftung. Die Sammlung Fotografie am Museum Ludwig zeichnet sich durch Qualität und Vielfalt aus. So finden sich in Schmuck eingefasste Daguerreotypien neben Fliegerfotografien aus dem 1. Weltkrieg und Werken, die längst in den Kanon der Fotogeschichte eingegangen sind, etwa von Man Ray oder Julia Margaret Cameron. Teile der Sammlung sind online einsehbar unter www.kulturelles-erbe-koeln.de.

Fiona Tan beschäftigt sich in ihren Videos, Fotografien und Installationen immer wieder mit dem Menschen und mit der Frage nach Identität, Biografie, Dokumentation und Fiktion. Die Sammlung Fotografie im Museum Ludwig verwahrt eine Vielzahl an Bildern von Menschen aus aller Welt – bekannten und unbekannten – aufgenommen von berühmten und anonymen Fotograf*innen. Wir sind darum sehr gespannt auf die Verbindungen, Fragen und Geschichten, die Tan aus dem diversen Material wohl herausschälen wird.

 

- Dr. Miriam Halwani, Kuratorin Sammlung Fotografie, Museum Ludwig

Mehr über die Sammlung Fotografie des Museum Ludwig: www.museum-ludwig.de

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